Tag 18&19

Ein erneuter Versuch am Rheinfall zu landen, folgte also einen Tag später. Zuerst führte uns der Weg durch den Feuerthaler Wald. Dieser strahlte etwas heimeliges, liebevolles aus. Ganz konträr zum Kulturschock, der uns ereilte, als wir die Stadt Schaffhausen durchquerten. In einem Cafe versorgten wir uns mit Köstlichkeiten, luden unsere Handys ein wenig und füllten die leeren Essensvorräte im Coop und Bauernmarkt. 

 

So ein bisschen überlegten wir am 1. August das Feuerwerk am Rheinfall anzuschauen, es sei spektakulär munkelt man. Wir wollten uns lange Zeit lassen bis zum Wasserfall zu laufen und vielleicht noch wo anders schlafen. Nur waren wir dann innert Kürze angekommen🤪.

 

Spontan sprachen wir nach dem Znacht, zwei Frauen an, die so aussahen, als würden sie auch gerne im nahen Wald Campieren. Und so durften wir mit Gesang und Ukulele gemeinsam einschlafen. Danke an Mascha und Paola. In der Nacht überraschte uns dann unangekündigt ein heftiger Regen und wir froren wieder Mal ein bisschen. Ein Glück, dass wir unsere Schlafplätze intuitiv unter einem Holzlagerplatz mit Wellblechdach aufgeschlagen hatten. Mascha und Paola wären sonst in ihren Hängematten davon geschwommen und auch wir hatten unseren Regenüberzug nicht übers Zelt gespannt, sondern mehr zufällig oder doch in glücklicher Fügung über unseren Wagen geworfen. So blieb fast alles trocken, auch das Essen.

 

Immer wieder merken wir, wie anstrengend und kräfteraubend es ist, im Wald für ausreichend Wärme, Trockenheit und genug Wasser und Nahrung zu sorgen... vor allem mit Kindern und Hund. Wenn du müde und erschöpft im Regen das Lager aufbaust und die Kinder Hunger haben und frieren, steigt schnell die Spannung. Wir können uns nun besser vorstellen, wie intensiv das Leben bis vor nicht all zu langer Zeit gewesen sein muss. Und wir sind sehr dankbar, wie gut wir bisher in den heiklen Situationen gemeinsam reagiert haben - fast wie selbstverständlich.

 

Am Morgen kam dann die Sonne zurück und wir starteten mit Kaffee und philosophischen Gesprächen zum Zmorgä zusammen mit den Damen aus Leipzig in den Tag. Eine kurze Fahrt als Familie zum Wasserfall... soooo eindrücklich... diese Ur-Kraft des Wassers... unglaublich.

Wir wollten eigentlich weiter ziehen da der 1. August ja erst in einem Tag ist, aber der kurzfristige Spitalbesuch in Schaffhausen von Max, der dann seine Zeit forderte, liess uns nochmals ein Tag in unserem Waldlager bleiben. 

 

Die Zecke von vor 3 Tagen steckte immer noch zum Teil blöd in der Leiste fest und die Stelle hatte sich immer mehr entzündet. Selbst im Spital brachte die Ärztin den Kopf mit verschiedenen Pinzetten und Nadeln nicht raus. Eine gründliche Desinfektion milderte aber zumindest die Entzündung. Wegen Borreliose müssen wir die nächsten 2 Wochen noch etwas aufmerksamer achten. 

 

Und was das Feuerwerk betrifft: siehe da, am Rheinfall findet es am 31. Juli statt😳

 

Pip pip pip wir haben uns alle lieb. Es wurde spät und wir sind müde, erschöpft, leicht reizbar und immer noch nicht ganz fit. Ein kurzfristiges Tief ist heute spürbar.

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